Urprinzipien
Stand 28.03.08
Was sind Ur-Prinzipien?
Jede Wissenschaft hat ein Urprinzip. Urprinzipien unterscheiden also Wissenschaften voneinander. Urprinzipien
sind Prinzipien, die eine Wissenschaft charakterisieren. Sie stehen über den vielen Unter-Prinzipien, die ein
wissenschaftliches Gebiet ausfüllen. Unter-Prinzipien sind z. B. in der Mathematik: Punktrechnung geht vor
Strichrechung, Multiplikationen sind vielfache Additionen einer Zahl in der Anzahl der Ziffer der anderen usw. bis
zu höherer Mathematik und ihren Differentialgleichungen, darüber hinaus für bisher noch unbekannte Verfahren.
Wie sieht das äußere Bild der Mathematik-Wissenschaft aus?
Rechenverfahren in abgekürzter Schreib- wie Rechenweise, jedoch alle entstanden daraus, daß eins plus eins zwei ist.
Das Ur-Prinzip der Mathematik ist eins plus eins gleich zwei
Das charakteristische dieses Urprinzips bestimmt die gesamte Wissenschaft der Mathematik in ihrem Wesen.
Es ist ein rein quantifizierendes. Alles in der Mathematik muß diesem Prinzip genügen und es kann aber auch nur
diesem genügen. Ein Mehr steckt selbst in `höchster´ Mathematik nicht drin.
Wie sieht es in der Physik aus?
Genau anders herum. In der Mathematik ist alles von innen, ihrem Entstehungsprinzip, her bekannt und nur
die Äußerlichkeiten können sich noch vermehren. In der Physik sind nur Äußerlichkeiten von Naturgeschnissen
bekannt, ohne das diese verursachende Ur-Prinzip dafür zu kennen. Das Ur-Prinzip macht auch in der Physik
die Aussage darüber, was diese Wissenschaft bedeutet, was ihr Wesen ist. Was es ist, ist jedoch noch unbekannt.
Über das Wesen der Physik läßt sich trotzdem etwas sagen, nämlich was es nicht ist: mathematisch quantifizierend.
In der Natur bestimmen Funktionsprinzipien die Geschehnisse, Funktionsprinzipien aus Ursache und Wirkung,
z. B. "Kraft ohne Gegenkraft ist nicht möglich". So weit ist eine Bestimmung des Wesens der Physik auch ohne
die Kenntnis ihres Ur-Prinzips möglich. Daß sich Berechnungen von Naturgeschehnissen ergeben, ist rein sekundär
und nur für die Technik ein Segen. Erkenntnisse über die Natur können sich daraus prinzipiell nicht ergeben.
Physik ist eine Wissenschaft, die eine Unmenge an Naturerscheinungen zu erklären hat,
deren letztlicher Entstehungsgrund, das Ur-Prinzip, noch gesucht wird.
Nach heutiger Auffassung in Verkennung des Wesens der Physik wird eine Welt-Formel gesucht.
Deren quantitatives Wesen könnte jedoch niemals den Sinn aufzeigen, der für die Geschehnisse der Natur
der ursächliche ist. Das Urprinzip der Natur, damit das der Physik als Naturkunde, ist das höchste Ziel
physikalischer Forschung und, es ist ein Funktions-Prinzip, das genau so wenig wie z. B. die
sinnhaften Regeln des Schachspiels nicht als eine quantifizierende Formel ausgedrückt werden kann.
Urprinzipien bestimmen das Wesen einer Wissenschaft und können, außer in der Mathematik selbst,
nicht mathematisch sein.
Was ist das Ganze? Eine Aussage, die eigentlich die Philosophie zu treffen hätte. Ihre Aufgabe ist, allem, was es
an geistigem gibt, in `Rahmen´ einzuordnen und in diesen Regeln aufzuzeigen. Stattdessen bewegt sie sich auch in der
Physik in Gefilden, in denen sie mit konkreten physikalischen Aussagen konkurriert mit einer End-Aussage: alles,
selbst materielles, wäre nur Illusion! Es kann sich durchaus einmal herausstellen, daß als Quelle allen Daseins im
Kleinsten nur eine `software´ existiert. Dann wird auch die Physik das einmal finden. Dazu ist aber nicht erforderlich,
daß physikalische Forschung immer noch und mehr denn je verzweifelt nach Hilfen sucht, in der Philosophie wie in
der Mathematik und dabei ihr eigenes Wesen verliert.
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